Friedenskirche in Schweidnitz
Die Friedenskirche in Schweidnitz ist eine evangelisch-augsburgische Dreifaltigkeitskirche und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sie befindet sich am Plac Pokoju 6 im Zentrum von Schweidnitz in Niederschlesien. Es ist die größte hölzerne Barockkirche Europas, die bis zu 7.500 Gläubige fasst. Sie wurde in den Jahren 1656–1657 nach dem Dreißigjährigen Krieg erbaut, als der Kaiser den Lutheranern nur erlaubte, eine Kirche aus vergänglichen Materialien, außerhalb der Stadtmauern und ohne Glockenturm zu errichten. Von außen beeindruckt sie durch ihre Fachwerkbauweise und bunten Türen, im Inneren begeistert sie mit reicher Polychromie, geschnitzten Logen und barocker Ausstattung. Besonders bemerkenswert sind die historischen Kirchenbänke aus dem 17. Jahrhundert, die Große Orgel aus den Jahren 1666–1669 und die kleinere Altarorgel von 1695. Der Hauptaltar von August Hoffman stammt aus dem Jahr 1752, die Tulpenkanzel desselben Künstlers von 1729. Die Kirche ist ganzjährig für Besucher geöffnet, der Eingang erfolgt durch die Sakristei, wo sich ein barockes Taufbecken von 1661 befindet. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei zugänglich und bietet Toiletten, ein Café und einen Geschenkeladen. Es ist ein Ort von symbolischer Bedeutung – 1989 beteten hier Tadeusz Mazowiecki und Helmut Kohl gemeinsam, später auch Ewa Kopacz und Angela Merkel. Ein Besuch lohnt sich während eines Gottesdienstes oder Konzerts, insbesondere beim Internationalen Bachfest, wenn beide Orgeln gleichzeitig erklingen.
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Aktualisiert: 3. September 2026
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