Haus der Erinnerung an die oberschlesischen Juden in Gleiwitz
Das Haus der Erinnerung an die oberschlesischen Juden in Gleiwitz ist ein Museum in einem historischen, neugotischen Backsteingebäude, das ursprünglich als jüdisches Leichenhaus diente. Das von dem bedeutenden österreichischen Architekten Max Fleischer entworfene Bauwerk entstand zwischen 1900 und 1903 und ist eines der wenigen in Oberschlesien, das die Reichspogromnacht überstanden hat. Die Einrichtung ist eine Zweigstelle des Museums in Gleiwitz und präsentiert nach einer umfassenden Renovierung eine Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Region. Besucher können die Entwicklung der Gleiwitzer Juden vom frühen 19. Jahrhundert, als das Emanzipationsedikt von 1812 ihnen neue Rechte gewährte, bis zu ihrer aktiven Teilnahme am städtischen Leben kennenlernen. Die Ausstellung erläutert auch Bestattungstraditionen, einschließlich der Tahara-Zeremonie, und die Rolle des Leichenhauses. Das Gebäude selbst mit seiner zeremoniellen Halle und der Leichenkammer ist ein wertvolles Beispiel religiöser Architektur. Dieser Ort ist für Geschichts- und Architekturinteressierte sowie für Familien und Schulklassen interessant. Führungen werden angeboten, und eine Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs befindet sich in der Nähe.
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Aktualisiert: 3. September 2026
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