Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist eine Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, gelegen im westlichen Teil des Berliner Bezirks Mitte, südlich des Brandenburger Tors. Es besteht aus 2711 Betonstelen unterschiedlicher Höhe, die ein wellenförmiges Labyrinth bilden. Das Mahnmal ist rund um die Uhr öffentlich zugänglich und der Eintritt ist kostenlos. Die Idee für seinen Bau entstand 1988 auf Initiative der Schriftstellerin Lea Rosh, und nach zwei Wettbewerben sowie Überarbeitungen des Entwurfs von Peter Eisenman und Richard Serra wurde die Konstruktion 2005 abgeschlossen. Von Anfang an war es umstritten – unter anderem wegen der Firma, die den Antigraffiti-Schutz lieferte und während des Krieges Zyklon B hergestellt hatte, sowie wegen der rissigen Stelen, die aus Kostengründen hohl gebaut wurden. Die Schöpfer vermieden bewusst eine eindeutige Interpretation, um bei den Besuchern ein Gefühl der Instabilität zu erzeugen. Der Ort wird oft zum Ausruhen, Spielen oder Sonnenbaden genutzt, was nicht gegen die Absichten des Architekten verstößt. In der Nähe befindet sich ein kostenloses Informationszentrum mit einer Ausstellung zum Holocaust, das dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist. Die nächsten U-Bahn-Stationen sind Mohrenstraße und Brandenburger Tor, die genaue Adresse lautet Cora-Berliner-Straße 1.
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Aktualisiert: 3. September 2026
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